Magazin Sicherheit 14.05.2025

Checkliste

Die Sicherheitsliste, die auf eine Seite passt

Eine Checkliste über vierzig Seiten wird einmal gelesen und nie wieder. Diese hier passt auf ein Blatt und lässt sich vierteljährlich in einer halben Stunde durchgehen.

Es gibt hervorragende Sicherheitsstandards. Sie sind für Organisationen mit einer eigenen IT-Abteilung geschrieben. Für einen Betrieb mit zwölf Leuten ist die Liste unten brauchbarer — nicht weil sie besser wäre, sondern weil sie tatsächlich abgearbeitet wird.

Zugänge

  • Hat jede Person ein eigenes Konto? Gibt es noch Sammelkonten?
  • Ist auf Mail und Fernzugriff ein zweiter Faktor aktiv?
  • Sind alle Konten von Ausgetretenen deaktiviert? Auch VPN, auch die Fachanwendung?
  • Wer hat Administratorrechte — und braucht das jede dieser Personen täglich?

Geräte

  • Laufen Betriebssystem-Updates automatisch, und wird das auch kontrolliert?
  • Wann wurde die Firmware von Router und Firewall zuletzt aktualisiert?
  • Ist ein Fernwartungszugang direkt aus dem Internet erreichbar?
  • Sind Notebooks verschlüsselt? Ein Gerät im Zug ist kein Diebstahl, sondern ein Datenabfluss.

Daten

  • Läuft die Sicherung — und wurde in den letzten drei Monaten eine Datei daraus zurückgeholt?
  • Liegt eine Kopie ausser Haus und getrennt?
  • Wer hat Zugriff auf welche Ordner? Stimmt das noch mit der heutigen Organisation überein?

Ernstfall

  • Existiert ein Notfallzettel auf Papier: wer wird angerufen, in welcher Reihenfolge?
  • Welches System darf wie lange stillstehen? Diese Zahl sollte aufgeschrieben sein, nicht geschätzt werden.

Vier Bereiche, rund fünfzehn Fragen. Wer sie viermal im Jahr durchgeht und das Datum notiert, ist weiter als die meisten. Eine Liste, die man vierteljährlich schafft, wirkt mehr als eine, die vollständig ist. Was dabei regelmässig auffällt, steht in Sieben Lücken, die immer wieder auftauchen.

Klingt nach Ihrer Lage?

Wenn Sie beim Lesen an Ihr eigenes System denken mussten: schreiben Sie kurz, worum es geht. Die Rückmeldung kommt innerhalb eines Arbeitstags.

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Weiterlesen

  1. Ordnung

    Das Netzlaufwerk, das alle sehen

    Berechtigungen wachsen mit: einmal schnell freigegeben, nie wieder angefasst. Nach fünf Jahren erreicht jedes Konto alles — auch das, mit dem sich gerade jemand angemeldet hat.

  2. Ernstfall

    Die erste Stunde nach dem Vorfall

    Was in den ersten sechzig Minuten passiert, entscheidet über Aufwand und Schaden der folgenden Wochen. Eine nüchterne Reihenfolge — ohne Panik, ohne Aktionismus.